Kunst verrückt oder Kunst ist verrückt? Ein Festival
Ohne seine Künstler und Künstlerinnen gäbe es keinen Durchblicke.V.
Die Kreativen mit Psychiatrieerfahrung trafen sich bereits ab Mitte der Achtziger regelmäßig in verschiedenen Gruppierungen und an verschiedenen öffentlichen und privaten Orten in Leipzig zum Gestalten und miteinander sprechen, besuchten Ausstellungen und organisierten Reisen. Es gab bis in die Mitte der Neunziger einen regen Austausch mit der Berliner Irrenoffensive.
Es entstand eine Vielzahl bildkünstlerischer Arbeiten, aber auch literarische und psychiatriepolitische Texte, Filme und Kompositionen.

Grafik/Repro: M.Baier
Die Integrationsfirmen Spielwerk, Durchblickdesign und das Sächsische Psychiatriemuseum konnten unter anderem durch europäische Förderprogramme entstehen und viele Jahre erfolgreich arbeiten.
Durch diese kreative und künstlerische Kraft war es kein Wunder, das Thomas Müller, der jetzige Leiter des Sächsischen Psychiatriemuseums die Idee hatte, ein Festival zu starten.
Es gab ja bereits viele Verbindungen und ein Miteinander zu anderen Akteuren und Institutionen; so waren der Psychiatrieverlag und die Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie langjährige Partner. Inzwischen war auch die Robert Bosch Stiftung auf uns aufmerksam geworden und bot uns Unterstützung an. Wir konnten dadurch 1995 unser erstes Festival „Kunst ist verrückt“ starten.
Kevin Coyne, Ernst Klee, Peter Mannsdorff, Klaus Rudolf, Achim Schäfer und Klaus Weise waren die Protagonisten dieses ersten Festivals, dass an sieben Tagen und an sechs verschiedenen Orten statt fand. Später folgten weitere, inzwischen förderte uns auch das Leipziger Kulturamt. 2011 hieß es dann : „Kunst: verrückt“ und 2014 konnte das 20 jährige Jubiläum begangen werden.

